
Um 7 Uhr sind die Interrailer alle pünktlich zurück in der jetzt wieder offenen
Bahnhofshalle. Es wird gekocht, gefrühstückt, geföhnt. Ein Schweizer erkennt
mich an meiner Bundeswehrhose als Deutschen und drückt mir ein Gespräch auf.
Ich bin froh, als ich endlich im Zug nach Boden sitze, meine Wunden lecke, lese
und allen Mitfahrenden mit meinen stinkenden Socken auf die Nerven gehe. Dran
ändern kann ich aber auch nichts. Bis Kopenhagen habe ich nichts als meine restlichen
Haferflocken zum Essen, weil die Geldautomaten in Narvik meine deutsche EC-Karte nicht
gecheckt haben ("Kann keine Verbindung zum Bankrechner herstellen. Bitte versuchen Sie
es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.".
Erst am Montag in Kopenhagen komme ich wieder an ausländisches Geld, genehmige mir ein
fettes McDonalds-Mahl und einen Haufen Schnökereien. Der Rest ist Zugfahrt.
Montag Nacht bzw. Dienstag Morgen um 1 Uhr stehe ich endlich in Uelzen auf dem Bahnhof, steige
in das Auto, das mich nach Hause fährt und blicke zurück auf einen weiteren unglaublichen
Urlaub in der schwedischen Einöde und zwei Wochen des beschissensten Wetters, das ich je
erlebt habe.